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Was geschieht mit dem Kind im Wachkoma?

Kinder im Wachkoma haben eine starke Hirnschädigung erlitten. Die Atmung und der Kreislauf stabilisieren sich meist nach kurzer Zeit. Ihre Augen sind geöffnet und blicken umher ohne zu fixieren. Es ist schwierig, ihre Reaktionen auf äußere Reize zu erkennen und zu interpretieren. Sie sind unfähig, sich von sich aus zu bewegen. Infolge der Hirnverletzung treten meist Spastiken auf, die die Extremitäten stark überstrecken oder kontrahieren. Viele Kinder leiden unter starken Temperaturschwankungen und Schwitzen, Herzklopfen, rascher Atmung und unregelmäßigen Unruhezuständen, die von Schreiphasen begleitet sein können.

“Man kann sich den Zustand so vorstellen, als ob im Gehirn dichter Nebel herrscht und Informationen weder verarbeitet noch verstanden werden. Vielleicht aber ist es möglich, daß in einem solchen Zustand wieder viel ursprünglicher wahrgenommen und empfunden wird, vielleicht wie bei einem ungeborenen Kind, das nur Bewegungen, Geräusche und Stimmen erlebt, ohne diese in Sprache übersetzen zu können. Es ist möglich, daß das “Un-Bewußte” Botschaften aus dieser Zeit aufnimmt, die wie Samen aufgehen und wirksam werden und die vielleicht den Prozeß des Aufwachens beeinflussen können. So ist es gut, dem Kind ermutigende oder beruhigende “Nachrichten zu senden”, ihm z.B. zu sagen, dass man es lieb hat, dass man da ist, dass man auf es achtet, bis es aufwacht und ähnliches mehr.” (Quelle: C. Gérard, C.G. Lipinski: Schädel-Hirn-Verletzungen bei Kindern und Jugendlichen)