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Kleine Verbesserungen bedeuten große Erfolge: die Remissionsstufen

“Während des apallischen Syndroms dient das Sprechen nur der Unterstützung der Handlung, da das Fühlen und Empfinden die eigentliche Sprache dieser Zeit ist.” (Quelle: C. Gérard, C.G. Lipinski: Schädel-Hirn-Verletzungen bei Kindern und Jugendlichen)

Kinder im Wachkoma befinden sich vorerst in einem Zustand, indem sie keine bewusste Steuerung ausführen können. Aber anders als früher wird das Wachkoma nicht mehr als Endzustand, sondern als Durchgangssyndrom angesehen. Es wurde festgestellt, dass eine frühzeitige intensive Betreuung des Kindes für den Fortschritt seiner Rehabilitation extrem wichtig ist. Dabei müssen die aufwändigen medizinisch-pflegerischen Aspekte durch physiotherapeutische, ergotherapeutische und logopädische Angebote ergänzt werden — auch Atemtherapie oder Musiktherapie ist sinnvoll. Aber ganz besonders brauchen diese Kinder viel persönliche Zuwendung.

In den Remissionsphasen kann sich das Verhalten des Kindes verändern. Auf äußere Reize reagieren die Kinder sehr unterschiedlich. Die Eltern können lernen, diese Reaktionen zu verstehen und zu beantworten. Sie können ihre Kinder durch Angst, Schmerz und Hilflosigkeit begleiten, denn die neuere Forschung geht davon aus, dass die Kinder unter Umständen unbewusst oder auch bewusst Botschaften aufnehmen können.

Icon Remissionsstufen nach Gerstenbrand (41.5 KB)