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Instrumente und Materialien

Die Lerina Arbeit will: „Aus dem Raum, zu dem das Wort keinen Zutritt haben sollte, Musik hervorlocken. Musik, die vielleicht nur aus wenigen, unbeholfenen Tönen besteht. Die aber, indem sie Klang wird, dem Kind ein Ahnen von der inneren Unendlichkeit gibt und es seines Reichtums bewusst werden lässt. Da wächst ein Selbstgefühl, ein Bewußt-Sein von Kraft...“ (H. Haenchen)

Im nächsten Schritt begann sie, auch andere sinnlichen Erfahrungen in ihre Therapien einzubeziehen: Duft, Geschmack, Haptik. Die Instrumente und Hilfsmittel, die sie benötigte, entwickelte sie selbst. Zentrum ihrer Ideen bildete das jeweils kranke Kind, das sie in seiner ganz speziellen Art ansprechen wollte. So entstand z.B. die Obertonflöte aus einem langen Kupferrohr, mit dem sich ein warmer, beruhigender Endloston herstellen lässt. Sie dachte sich die Duftflöte aus, die das Kind mit seiner Hand umschließen kann, so dass durch die Wärme beim Spiel ätherische Öle freigesetzt werden. Sie wandte Öle während der Ernährung einiger Kinder durch die Magensonde an, damit das Kind eine sinnliche Verbindung zur Nahrungsaufnahme herstellt. Hede Haenchen nutzte alle denkbaren natürlichen Materialien und Rohstoffe, um sie zur sinnlichen Stimulation von behinderten Kindern einzusetzen. Besonders beeindruckend dabei ist, in welcher Art sie andere Menschen in ihre Arbeit einzubeziehen verstand. So fand sie zum Beispiel einen Apotheker, der Duftöle in Farben mischte, damit blinde Kinder verschiedene Farben wahrnehmen konnten. So erkennt das Kind die Farbe am Duft und kann seine Empfindungen beim Malen ausdrücken.