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Elternwerkstatt

Während ihrer Arbeit in den Krankenhäusern machte Frau Haenchen die einschneidende Erfahrung, dass schädel-hirn-traumatisierten Kindern, also auch Kindern im Koma und im Wachkoma, von Ärzten und Pflegepersonal jegliche Wahrnehmung abgesprochen wurde. Die Kinder wurden auch in den achtziger Jahren oft lediglich pflegerisch verwahrt. Hede Haenchen stellte im intensiven Kontakt mit diesen Patienten fest, dass sie auf sinnliche Reize, intensiven körperlichen Kontakt positiv reagieren, und konnte Rückbildungsschritte beobachten. Sie entwickelte in den nächsten Jahrzehnten die LERINA-Methode (Lerina = zur Freude), um diesen schwer traumatisierten Kindern eine individuelle Betreuung zukommen zu lassen. Eine wichtige Erkenntnis dabei war, dass es nicht nur ein unfallgeschädigtes Kind gibt, sondern immer auch eine unfallgeschädigte Familie. Hede Haenchen gründete die Elternwerkstatt, in der die Eltern lernten, wie sie ihr schwerst behindertes Kind zu Hause betreuen konnten. Und in der die Eltern zeitlich unbegrenzt Trost und Unterstützung fanden, ihre schwierige Lebenssituation anzunehmen.